Lernreihe: Pioniergeist - Und wenn nicht jetzt, wann dann? @ Janusz Korczak Haus München, Munich [vom 10. Januar bis 13. Juni]

Lernreihe: Pioniergeist - Und wenn nicht jetzt, wann dann?


103
10.
Jan.
 
- 13.
Jun.
19:30 - 21:30

 Facebook-Veranstaltungen
Janusz Korczak Haus München
Sonnenstraße 8, 80331 München
Die Lernreihe ist eine Serie von Bildungsveranstaltungen für alle, die an der jüdischen Kultur interessiert sind. Sie ist thematisch stets an das Jahresmotto unserer Akademie angelehnt. Dieses Jahr lautet der Titel «Pioniergeist — Und wenn nicht jetzt, wann dann?».

An sechs Abenden werden wir uns herausragenden jüdischen Persönlichkeiten widmen. Wir werden uns nicht nur den Pionierleistungen dieser Persönlichkeiten nähern, sondern auch die geschichtlichen und kulturellen Voraussetzungen erfassen.

Programm

— DIESER VORTRAG ENTFÄLLT LEIDER!

Moses Mendelssohn (1729-1786) — Pionier der Haskalah

Mittwoch, 10. Januar 2018

Referent: Rabbiner Steven Langnas

Mendelssohn war einer der wichtigsten Philosophen der deutsch-jüdischen Geistesgeschichte. Als treibende Kraft der jüdischen Aufklärungsbewegung war er ein starker Vertreter der äußeren Assimilation. Er blieb jedoch zugleich auch der jüdischen Tradition verpflichtet, die er freilich vor allem auf das Private beschränkt sah. Diese Haltung wird bis heute zwischen den verschiedenen Strömungen des Judentums intensiv diskutiert.
— Eliezer Ben-Jehuda (1858-1922) — Geburtshelfer des modernen Hebräisch

Mittwoch, 7. Februar 2018

Referent: Rabbiner Steven Langnas

Entgegen der Meinung von Theodor Herzl, man könne Hebräisch nicht zur Staatssprache im Zion erklären, weil kaum jemand diese Sprache spreche, widmete Eliezer Ben-Jehuda sein ganzes Leben der Wiederbelebung der Sakralsprache. Bekannt ist der Fall seines Sohnes, der als erster Mensch seit Jahrhunderten Hebräisch als Muttersprache lernte.

— Paul Ehrlich (1854-1915) — Nobelpreisträger der Medizin

Mittwoch, 14. März 2018

Referent: Rabbiner Steven Langnas

Ehrlichs bahnbrechende Entdeckungen im Bereich der Hämatologie verdanken wir heute die Behandlung von Syphilis und anderer Infektionskrankheiten. Seine Forschung bereitete außerdem der modernen Chemotherapie den Weg. Den Nobelpreis erhielt er 1908 für seine Beiträge in Immunologie, wo er als einer der Ersten auf dem Gebiet der Serumsforschung und -prüfung geforscht hatte. Neben seinem medizinischen Engagement setzte sich Ehrlich für die gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frauen ein.

— Sarah Schenirer (1883-1935) — Begründerin der Religionsschulen für Mädchen

Mittwoch, 25. April 2018

Referentin: Chani Diskin

Überall auf der Welt profitieren religiöse Mädchen von Sarah Schenirers Vision, das Studium der Torah solle nicht nur den Männern vorbehalten sein. Während des Ersten Weltkrieges stand Schenirer unter dem Einfluss von Rabbiner Flesch und des modern-orthodoxen Judentums. Als sie 1917 in ihre Heimatstadt Krakau zurückkehrte, gründete sie dort in ihrer Schneiderei die erste religiöse Mädchenschule. Das war der Beginn von den Bais Yakoov (Haus Jakobs).

— Louis Lewandowski (1821-1894) — Reformer der jüdischen Liturgie

Mittwoch, 16. Mai 2018

Referent: Rabbiner Steven Langnas

Der preußisch-jüdische Komponist ist vor allem durch die musikalische Liberalisierung der jüdischen Liturgie bekannt. Er gilt als ein Genie des synagogalen Gesangs. Lewandowski brachte harmonische Pslamengesänge von Salomon Sulzer in die Synagogen. Während seiner Tätigkeit als Dirigent in der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin bereicherte er den jüdischen G'ttesdienst mit Orgelmusik und Gesang.

— Joseph Seligman (1819-1880) — Gründer Investmentbank J. & W. Seligman & Co.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Referent: Rabbiner Steven Langnas

Bereits als Kind verstand sich der kleine Joseph auf das Währungstauschgeschäft. Als 18-Jähriger emigrierte Seligman aus dem fränkischen Baiersdorf in die USA, wo er zunächst als einfacher Kassierer einen schlichten Lebensstil pflegen musste. Nachdem er sich durch den Betrieb eines Lieferservice etwas zusammengespart hatte, holte er seine Brüder nach. Zusammen eröffneten die Brüder Seligman das nunmehr berühmte Investmentbankhaus, welches später den Eisenbahnausbau in den USA und den Bau des Panamakanals maßgeblich ermöglichte.

— Die Referenten

Rabbiner Steven Langnas, geboren in Philadelphia, erhielt seine Rabbinerausbildung an der New York Yeshiva University. Nach Tätigkeit in der Israelitischen Gemeinde Basel wirkte er als Rabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Seit 2011 beschäftigt er sich mit interreligiösen Projekten in München, ist Hausrabbiner des Saul-Eisenberg-Seniorenheims und Dozent an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität. Rabbiner Langnas ist Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD), der Conference of European Rabbis und des Rabbinical Council of America.

Rebbetzin Chani Diskin, geboren in den USA, studierte Pädagogik in New York. 1988 kam sie nach München, um zusammen mit ihrem Mann die chassidische Gruppierung Chabad Lubawitsch in Deutschland zu gründen. Seit 1992 ist sie Gymnasiallehrerin für jüdische Religion in der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Diskin ist Leiterin des Bat-Mitzva-Clubs und bereitet dort junge jüdische Mädchen auf ihre Bat Mitzva vor. Sie ist eine international erfahrene Rednerin im Bereich der jüdischen Bildung und Erziehung in der Diaspora.

Alle Vorträge finden um 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Europäischen Janusz Korczak Akademie, Sonnenstr. 8, 80331 München, 2. OG statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 36€, ermäßigt 18€ für Studierende und Arbeitssuchende. Verbindliche Anmeldungen richten Sie bitte an [email protected]
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