Benjamin Bergmann - 68 - Eröffnung @ Artothek Bildersaal, Munich [10. November]

Benjamin Bergmann - 68 - Eröffnung


104
10.
November
19:00 - 22:00

 Facebook-Veranstaltungen
Artothek Bildersaal
Rosental 16, 80331 München
Benjamin Bergmann
68

Vernissage: Freitag, 10.11. 2017, 19 Uhr
Begrüßung: Frau Dr. Susanne M.I. Kaufmann-Valet

Dauer: 11.11. 2017 — 06.01. 2018

Samstag, 25.11.2017, 11-12.30 Uhr
ART(othek) & BREAKFAST: 68
Kunst zum Frühstück: vorgestellt werden ausgewählte Sammlungswerke und die aktuelle Ausstellung «68» von Benjamin Bergmann. Bei einem kleinen Buffet, Kaffee und Tee bietet sich den Teilnehmenden dann die Gelegenheit für Austausch und Gespräche.
Kosten: 5 € (Zusätzlich freie Tickets über kulturraum-muenchen.de)

Veranstaltung in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule (MVHS) Anmeldung unter: mvhs.de
Wenn Sie einen Gebärdensprachdolmetscher benötigen, senden Sie bitte eine E-Mail an [email protected] bis 16.11.2017

Wir bedanken uns für die Unterstützung des Projekts bei der Direktion des Münchner Stadtmuseums!

68 lautet der Titel einer mehrteiligen Lichtinstallation, die Benjamin Bergmann eigens für die Räume der Artothek sowie die angrenzenden Arkaden des Münchner Stadtmuseums entwickelt hat.
Bergmann, dessen gebaute Bilder stets offene Fragen (dar)stellen, initiiert mit seiner Ausstellung einen Rückblick in das Jahr 1968. 50 Jahre später sind die Ereignisse dieses Jahres noch immer im kollektiven Gedächtnis verankert: Während in Europa die linksgerichtete Studenten- und Bürgerrechtsbewegung ihren Höhepunkt fand, mündete in den USA der Protest gegen den Vietnamkrieg und die Aufstände der unterdrückten, schwarzen Bevölkerung gleichsam in Demonstrationen auf den Straßen. Die Ermordung von Martin Luther King, Rudi Dutschke und Robert F. Kennedy, das Massaker an vietnamesischen Zivilisten in My Lai, der Prager Frühling und vieles mehr stehen für die Fülle politischer und sozialer Ereignisse mit drastischer Tragweite, die das Jahr 1968 prägten.
In den Mittelpunkt seiner Auseinandersetzung mit der 68er-Bewegung rückt Bergmann einen Song des US-amerikanischen, schwarzen Musikers Gil Scott-Heron mit dem Titel The
Revolution Will Not Be Televised. Die Installation im zentralen Raum der Artothek besteht aus mehreren Bühnen- und Theaterscheinwerfern, die, aufgereiht wie ein Spalier, mit ihren gleißend hellen Lichtblitzen in dynamischer Form die Wandfläche beschießen. Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen beliebigen Rhythmus. Die Sentenz The Revolution Will Not Be Televised wird in Morsezeichen verschlüsselt und so als eine stets wiederkehrenden Botschaft gesendet.
Benjamin Bergmann spielt in seiner Installation mit einem Wechsel aus maximaler Energie, totalem Stillstand und rhythmischem Leuchten. Dazu bewegt sich der Künstler nicht nur im musealen Innenraum der Artothek, sondern begibt sich auch in den Außenraum, gewissermaßen auf die Straße, und macht sich auf den Weg über die angrenzenden Arkaden in einen benachbarten Treppenaufgang des Münchner Stadtmuseums.
Der kleine und unauffällige Eingangsbereich wird durch eine Inszenierung aus tanzenden Lichteffekten, die verschiedenfarbig in alle Richtungen leuchten, belebt. In ihrer Mitte dreht sich in aller Ruhe die obligatorische Discokugel — einem Planeten gleich — um ihre eigene Achse und reflektiert die strahlenden Leuchtpunkte auf die angrenzenden Wand- und Bodenflächen. Der Ort gleicht einem Club, jedoch findet die Party ohne Musik und ohne Gäste statt.

Mit The Revolution Will Not Be Televised kritisierte Gil Scott-Heron die passive und konsumorientierte Gesellschaft. Der kritische Inhalt dieser Aussage hat heute — 50 Jahre später — im Zeitalter der globalen Digitalisierung und der Sozialen Medien wieder an Bedeutung gewonnen. Insofern ist Benjamin Bergmanns installative Inszenierung eine Reminiszenz an das Jahr 1968, eine immaterielle Rückschau, die nicht auf historische Einzelbilder setzt, sondern Geschichte in Form von Licht und Emotionalität zu manifestieren sucht. Im Wechselspiel von stakkatoartigen und tanzenden Lichtimpulsen oder verunsichernder Stille werden unterschiedliche emotionale Aggregatzustände aufgezeigt, die — den poetischen Ansatz von Gil Scott-Heron aufgreifend — im Sinne einer „emotionalen Wettervorhersage“ den Blick auf unsere Gegenwart und Zukunft herausfordern.

Ausstellung im städtischen Kunstraum Artothek & Bildersaal
Rosental 16
80331 München
Tel. 232 696 35
muenchen.de/artothek
facebook.com/artothek

Öffnungszeiten
Mittwoch und Freitag 14 — 18 Uhr
Donnerstag 14 — 19.30 Uhr
Samstag 09 — 13 Uhr
Diskussion
image
Nur registrierte Benutzer können Kommentare hinterlassen.
Registrieren Sie sich schnell oder autorisieren Sie sich.

Das am meisten erwartete Veranstaltungen in München :

Märchenbazar 30 Nov bis 30 Dez 2017 Weihnachtsmarkt
Märchenbazar
HIP HOP Festival an der Isar diesen Samstag!
Praterinsel
Gentleman & Friends - MTV unplugged - München (VVK)
Zenith - Die Kulturhalle
Alt-J | München, Olympiahalle
Olympiahalle München
ArtNight: Frida Kahlo am 16.12.2017 in München
AUGUSTINER BÜRGERHEIM
Die Toten Hosen // München // Olympiahalle
Olympiahalle München
Sweet HEAVEN l Rooftop Silvester über München
Upside East
Scooter
Zenith - Die Kulturhalle
Achtelfinale: FC Bayern München - Borussia Dortmund
Allianz Arena
Die Toten Hosen // München // Olympiahalle
Olympiahalle München
Die populärsten Veranstaltungen in Deinem News Feed!